timomeh

Smart My Ass

Vor 2 Wochen habe ich meine alte Röhre durch einen neuen 55″ Grundig LED TV ersetzt. Ich schaue zwar nicht wirklich oft lineares Fernsehen, habe aber mein MacBook abends ständig genutzt, um YouTube, Netflix & Co. zu schauen. Das geht ja auch auf einem großen Bildschirm vor meinem Sofa. Natürlich ist das Ding ein SmartTV, weil heutzutage alles Smart sein muss. Und um diesen letzten Halbsatz geht’s mir hier.

Mein Fernseher ist jetzt ein Computer. Damit hat er alle Macken, die ein Computer so hat. Beispielsweise muss er beim An- und Ausschalten hoch- und runterfahren. (Vielleicht ist das auch ein suspend und resume, das weiß ich nicht genau, ändert aber nichts an der Tatsache.)

Wenn ich ihn ausschalte und möchte ihn direkt darauf wieder einschalten, dann braucht er ein bisschen, um den Zyklus korrekt durchzugehen. Auch wenn er gestartet ist und ich schon ein Bild habe, kann ich nicht direkt auf der Fernbedienung rumdrücken, weil ich ihn damit sonst ganz durcheinander bringe. Im Hintergrund startet dann noch das Betriebssystem bzw. einzelne Programme. All das bin ich von einem Fernseher nicht gewohnt, und das nervt mich.

Ich glaube sogar, dass er einmal abgestürzt ist, als ich mich durch ein paar Menüs geklickt habe. Vielleicht war ich aber auch einfach nur dumm.  Weiterlesen…

Ich nehme gerade ab und nerve damit meine Freunde. (Sorry, Leute.) Eine Diät hatte ich noch nie aus eigenem Willen durchgezogen. Ich war zwar mal bei den Weight Watchers und hatte damit auch abgenommen, hatte aber nie wirklich meine Ernährung umgestellt. Seit ein paar Wochen ernähre ich mich also besser und gesünder. Mittlerweile habe ich die folgenden 4 Erfahrungen gesammelt, die ich gerne davor gewusst hätte.

Wasser

Ohne mindestens 2 Liter Wasser am Tag nehme ich nicht ab. Am besten sogar 3 Liter. Mir fällt das allerdings unglaublich schwer. Ich muss mich zum Wasser trinken regelrecht zwingen. Das ist so viel! Übrigens trinke ich nur Wasser, keine süßen Getränke. Ich esse nicht weniger, wenn ich so viel trinke – daher kommt das nicht. Vielleicht weil ich generell immer ein bisschen dehydriert war, sicher bin ich mir da aber nicht.

Kalorien

Ich habe mit 1200kcal am Tag angefangen. Das hat erstaunlich gut geklappt. Dann wollte ich schneller mehr erreichen und bin auf ungefähr 600kcal am Tag runter. Dumme Entscheidung. Hat mir auch meine Mutter bestätigt, die mit ihrer Ernährungsberatung wohl weiß, was sie sagt. 1000kcal sollten am Tag mindestens sein. Darunter fängt schon der Hungermodus an. 1800kcal am Tag dürfen auch sein. Meine App sagt 1950kcal, finde ich aber schon arg viel. Zukünftig gehe ich jetzt wieder auf durchschnittlich 1200kcal.

Pute

Wusstet ihr, wie wenig Kalorien so eine Portion Putenbrust hat? Ungefähr 150! So eine Scheibe Putenschinken für auf’s Brot ist fast schon vernachlässigbar. Außerdem hat Fleisch Eiweiß, was man braucht. Eine Putenbrust zum Abendessen lässt sich in ein paar Minuten zubereiten, dazu Gemüse: fertige Mahlzeit.

Kohlenhydrate

Nachdem ich gehört habe, dass man mit Low-Carb gut abnimmt, habe ich viel weniger Kohlenhydrate gegessen. Wieder ein Fehler. Das hat mir nichts gebracht. Obwohl Reis, Nudeln & Co. gar nicht mal so wenig Kalorien haben, konnte ich damit viel besser abnehmen, als mit Putenbrust und Gemüse.

Es nervt mich, dass ich jetzt ungefähr zwei Wochen lang falsch abgenommen habe; zumindest falsch für mich. Naja. Weiter geht’s.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich versucht, täglich einen kleinen Blogpost zu schreiben. Darunter waren Einträge, mit denen ich ganz zufrieden war und die Leute, die das hier lesen, auch ganz gut fanden. Zumindest wurde mir das gesagt. Mir fällt es recht schwer, täglich etwas zusätzlich zu tun. Es fühlt sich wie eine Verpflichtung an, der ich nachkommen muss. Wenn ich das nicht tue, scheitere ich. Ich verpflichte mich also zu nichts, möchte mich aber trotzdem dazu bringen, öfter meine Gedanken festzuhalten.


Als ich gestern viel zu spät aufgewacht bin, weil ich am Vorabend ein bisschen Alkohol ein Glas Milch getrunken habe, hatte ich mich spontan dazu entschieden, das Bad zu putzen. Mein Bad hatte nie geglänzt. Ich habe es sauber gehalten, aber nicht rein. (Gerade klinge ich, als wär das hier plötzlich in einen Werbespot für ein Putzmittel ausgeartet.) Total dehydriert habe ich also das Bad geschrubbt, bis hin zu Stellen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie eigentlich weiß sind. In dem Zustand möchte ich auch zukünftig mein Bad halten. Wahrscheinlich hätte ich trotzdem davor etwas trinken sollen. Ohne Alkohol, versteht sich.

Weil ich das alles recht toll finde, und ja auch schon seit längerem meine Küche ordentlich halte, habe ich heute noch kurzerhand mein Wohn-Schlaf-Zimmer in Ordnung gebracht. Die Plastikpflanze von Ikea habe ich mal unter die Dusche gestellt und von Staub und Spinnenweben befreit. Danke für den Tipp, Mama. Am meisten habe ich mich dem Schreibtisch gewidmet. Weder Schreibtisch noch das ganze Zimmer waren unaufgeräumt, deshalb ist das jetzt nicht so ein großer Unterschied wie es beim Bad der Fall war.

Ich möchte meine Wohnung so halten, dass ich nicht innerlich in Panik ausbreche, wenn mich jemand spontan besuchen kommt, für den ich möchte, dass alles schön und sauber ist. Jetzt habe ich das Gefühl, dass das tatsächlich der Fall ist. Das fühlt sich ein bisschen erwachsener an.

Vielleicht spinn ich auch einfach nur.

Schon mein ganzes Leben habe ich mich gefragt, warum in Schreibschrift das kleine "b" ein kleines "l" mit einem Haken dran ist. Mit 22 Jahren, respektive heute, habe ich gemerkt, dass das tatsächlich wie ein b aussieht, wenn man es genau betrachtet. Trotzdem finde ich es total bescheuert.

bio_2016

#2016

Eigentlich bin für Neujahrsvorsätze gar nicht zu gebrauchen. Das neue Jahr ist kein Schnitt und Grund um etwas zu verändern. Der Jahreswechsel kann zwar eine mentale Stütze sein, aber genau so gut könnte das jeder andere Tag im Jahr sein, wenn er im Kalender als solcher markiert wäre. Wenn ich abnehmen möchte, dann brauch ich keinen Neujahrsvorsatz. Ich könnte immer damit anfangen – tatsächlich habe ich damit auch Mitten im letzten Jahr begonnen. Und das Schlimme ist, dass man das an jeder Ecke hört: Neujahrsvorsätze sind unnötig. Änder etwas wann du möchtest. Neujahrsvorsätze schon nach zwei Wochen gebrochen?

Vielleicht bedeutet ein Neujahrsvorsatz nicht, dass man ab punkt Mitternacht etwas ändert. Wieso kann man sich nicht einfach vornehmen, dass man irgendwann im Jahr damit beginnt? Eine Änderung braucht auch Ansporn, der aus eigenem Antrieb kommen muss, und nicht einfach weil sich das Datum ändert. Vielleicht ist es besser, wenn man noch ein paar Monate wartet, bis man es tatsächlich umsetzt. Vielleicht ist man damit erfolgreicher. Hauptsache ist, dass man sich überhaupt mal reflektiert und weiß, wie man etwas ändert.

Trotzdem ist das neue Jahr in meinen Augen ein (Ab)Schnitt. In den letzten Dezemberwochen und -tagen wird die Welt für eine kurze Zeit ruhig. „Die Zeit der Besinnung“, wie man es gar nicht so selten hört. Jeder geht in sich. Ich sehe das gerne als positive Melancholie. Genau in jener Zeit habe ich in diesem Jahr anders zurückgeschaut als in vorigen Jahren. Keine oberflächlichen Recaps sondern ehrliches Eingeständnis. Wie bin ich wirklich, und wie möchte ich eigentlich sein?

Mindset

In meinen Schuljahren war ich ein überaus positiver und optimistischer Mensch. Ich war fast immer glücklich. Danach hat sich das geändert, wobei ich gar nicht weiß, wieso. Mittlerweile habe ich vergessen, wie ich es hinbekommen hatte, immer so glücklich mit mir zu sein. Ich habe heute zwar immer noch positive Worte für Mitmenschen und bin stets optimistisch, wenn man sich an mich wendet, doch bin ich nie zu mir selbst positiv und optimistisch. Ich sehe bei mir das Negative und bin blind für Positives. Meine Probleme sehe ich immer pessimistisch. Ich bin zu oft in mich gekehrt, bin ständig unglücklich und beiße mich daran fest.

Das ändert sich mit dem Jahreswechsel. Es ist ein reines Kopfding. Das schaffe ich und kann ich ändern.

Tatendrang

Schon so oft habe ich mich darüber beschwert, dass ich ständig etwas kreieren möchte und doch nie erreiche. Das nagt mehr an mir, als es mir lieb ist. Ich erwarte zu viel von mir selbst.

Wenn man etwas machen möchte, sollte man nur mit Involvierten darüber sprechen. Einmal mit Außenstehenden darüber gesprochen wird die Lust zu schnell gesättigt. Das zusammen mit gesenkten Erwartungen sollte mir dabei helfen etwas zu erreichen. Denn das möchte ich letztendlich.

Erreichbarkeit

Durch mein Smartphone hatte ich immer das Gefühl, dass ich ständig erreichbar sein sollte – oder wenigstens so schnell es mir möglich wäre. Dieses Gefühl wurde zu einem Teil meines Lebens. Ich stecke das Smartphone in die Hosentasche, wenn ich vom Wohnzimmer in die Küche gehe, weil ich etwas verpassen könnte. Jede Benachrichtigung hat sofort höchste Priorität. Ich antworte auf Nachrichten, wenn ich einkaufen bin oder in Situationen, in denen ich dem Teil keine Aufmerksamkeit schenken sollte. Ich konnte mich auch nie überwinden daran etwas zu ändern, weil ich darin nichts negatives gesehen habe.

Das Negative habe ich in den letzten Tagen mehr und mehr realisiert, und seit heute widme ich meinem Smartphone weniger Aufmerksamkeit.

„Nein“

Ich konnte noch nie Nein sagen. Zu allem habe ich ständig Ja gesagt, auch wenn ich wusste, dass ein Nein besser für mich wäre. Dadurch habe ich mich selbst zerrissen. Zu viel, was ich tun musste, zwar oft auch gerne wollte, aber nicht hätte tun dürfen. Schon früher hat es sich dadurch geäußert, dass ich plötzlich Klavier-, Geigen- und Orgelunterricht hatte, in Verbindung mit Orchester, Big Band, zwei Chören, Organistendienst und einem Weiterbildungsseminar. Heute bin ich immer noch in ähnlichen Situationen, in denen alles zu viel wird.

Bei verschiedenen Anfragen werde ich nun vermehrt absagen. Außerdem werde ich all das, was mir zu viel ist, in der kommenden Zeit verabschieden.

Was passiert

Abgesehen von meiner Selbstreflexion gibt es noch andere Veränderungen.

Das Studium neigt sich langsam dem Ende zu und in den kommenden Monaten gibt es wenig Anwesenheit. Dadurch kann ich endlich der Arbeit mehr Aufmerksamkeit widmen, was ich schon so lange wollte. Um den Kreis zu schließen, werde ich deshalb von Gummersbach nach Köln ziehen.


An Silvester habe ich 20 vor 12 erstaunt auf die Uhr geschaut. Ich war plötzlich verwirrt. Wohin waren die letzten paar Stunden verschwunden? Genau so hat sich 2015 angefühlt. Das Jahr war so kurz. Es war zu lang. Es bleibt unvollendet. Ich wollte es endlich hinter mich bringen. Es war voller Gegensätze. 2016 kann nur besser werden.

#2015

Wie man Silvester anständig feiert; oder auch: wie ich 2015 gebührend hinter mich bringe.

Einfach mal so richtig betrinken. Cheers.

älter